So führen Sie ein Logbuch als Berufstaucher
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Ihr Logbuch ist der Nachweis Ihrer Taucherlaufbahn. Arbeitgeber, Auftraggeber, Taucherärzte und Prüfer lesen darin, was Sie tatsächlich gemacht haben, nicht was Sie behaupten. Format und Inhalt hängen davon ab, wo Sie arbeiten und welches Zertifizierungssystem Sie zertifiziert hat. Dieser Leitfaden beschreibt die gängige Praxis und verweist auf die veröffentlichten Vorschriften. Das letzte Wort haben Ihr Arbeitgeber und Ihre Registrierungsstelle.
Wer die Regeln für Ihr Logbuch festlegt
Drei Gruppen bestimmen, was in Ihr Logbuch gehört.
- Nationale Behörden. Im Vereinigten Königreich verlangt Regulation 12(3) der Diving at Work Regulations 1997, dass jeder Taucher in einem Tauchprojekt täglich Aufzeichnungen über seine Tauchgänge führt und sie mindestens zwei Jahre nach dem letzten Eintrag aufbewahrt. Die kanadischen Oil and Gas Diving Regulations gehen weiter. Section 63 legt das Format des Buches fest, was jeder Eintrag enthalten muss, wer ihn unterschreibt und wie lange es aufbewahrt wird.
- Branchenverbände. IMCA verkauft ein Professional Diver's Logbook. Es ist ein 224-seitiges Buch für ärztliche Tauglichkeitsbescheinigungen, Qualifikationen, Ausbildung, Kompetenz, Tauchgänge, Gesundheit und kumulierte Erfahrung. Laut der IMCA-Shopseite soll es gemäß IMCA C003 ausgefüllt werden, dem IMCA-Leitfaden zur Kompetenzsicherung und -bewertung. Die Seite warnt außerdem, dass online gefälschte Logbücher verkauft werden und dass nur der Kauf im IMCA-eigenen Shop sicherstellt, dass ein Buch echt ist.
- Ihr Zertifizierungssystem und Ihr Arbeitgeber. Sie können vorgeben, welches Logbuch Sie verwenden und wie Einträge bestätigt werden.
Fragen Sie vor Ihrem ersten Einsatz Ihren Arbeitgeber und Ihre Registrierungsstelle, welches Logbuch sie erwarten. Fragen Sie erneut, wann immer Sie in ein neues Land oder zu einem neuen Auftraggeber wechseln.
Was ein Logbucheintrag üblicherweise festhält
Section 63(2) der kanadischen Vorschriften ist ein nützliches Beispiel, weil sie den Inhalt eines Logbucheintrags in den Worten der Behörde selbst ausbuchstabiert. Ihr System kann mehr oder weniger verlangen.
| Angabe | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Datum | Verankert den Eintrag im Betriebsprotokoll |
| Tauchunternehmen sowie der für den Tauchgang verantwortliche Auftraggeber oder Vertreter des Betreibers | Zeigt, für wen und unter wessen Verantwortung Sie gearbeitet haben |
| Name des Schiffs, der Anlage oder des Einsatzorts sowie die Position | Ermöglicht einem Prüfer, Ihren Eintrag einem realen Auftrag zuzuordnen |
| Kennnummer des Tauchgangs | Verknüpft Ihren Eintrag mit dem Betriebsprotokoll des Supervisors |
| Name des Supervisors | Zeigt, wer den Tauchgang geleitet hat |
| Maximale Tiefe, Grundzeit und Gesamttauchzeit | Der Kern Ihrer Erfahrungssummen |
| Verwendete Dekompressionstabelle und verwendetes Schema sowie die befolgten Dekompressionsverfahren | Tragen Sie sie genau so ein, wie der Tauchleitstand sie aufgezeichnet hat. Das Logbuch hält fest, was verwendet wurde; es plant nie |
| Art der verwendeten Tauchausrüstung | Zeigt Ihre Erfahrung nach Tauchart |
| Ausgeführte Arbeiten | Zeigt Ihre Erfahrung mit Aufgaben (Inspektion, Schneiden, Schweißen, Rigging) |
| Jede Verletzung, jedes Unwohlsein oder jede Erkrankung, einschließlich Dekompressionskrankheit | Teil Ihrer Gesundheitsgeschichte |
| Jeder andere für Ihre Sicherheit oder Gesundheit relevante Umstand | Kontext, den später jemand brauchen könnte |
Viele Logbücher erfassen auch das Atemgemisch. Die genehmigten Angaben (approved particulars) für das britische diving operation record (Tauchbetriebsprotokoll) verlangen, dass der Supervisor das von jedem Taucher verwendete Atemgerät und Atemgemisch protokolliert. Gleichen Sie Ihren Eintrag daher mit diesem Protokoll ab. In den USA ist der record of dive der OSHA (29 CFR 1910.423(d)) die Aufzeichnung des Arbeitgebers, deckt aber Ähnliches ab: Teammitglieder, Datum, Uhrzeit und Ort, Tauchart, Art der Arbeit, Bedingungen sowie maximale Tiefe und Grundzeit jedes Tauchers.
Gewohnheiten, die Einträge belastbar machen
- Schreiben Sie am selben Tag. Die kanadische Vorschrift sagt „as soon as possible after making a dive“ (eigene Übersetzung: so bald wie möglich nach dem Tauchgang). Ein Eintrag vom selben Tag ist leichter zu prüfen und schwerer anzuzweifeln.
- Verwenden Sie die Zeiten und Werte des Tauchleitstands. Ihr Eintrag sollte mit der Aufzeichnung des Supervisors übereinstimmen. Wenn nicht, fragen Sie vor dem Crewwechsel nach, nicht Monate später.
- Beschreiben Sie die Arbeit konkret. „4 Anoden an Jacket-Bein B2 ersetzt“ sagt dem nächsten Arbeitgeber mehr als „Inspektion“.
- Lassen Sie nie Zeilen leer und verwenden Sie nie Korrekturflüssigkeit. Nach Section 63(4) muss eine Änderung sowohl vom Taucher als auch von dem Supervisor, der den Eintrag gegengezeichnet hat, mit Initialen abgezeichnet werden. Streichen Sie den Fehler mit einer einzigen Linie durch, schreiben Sie die Korrektur dazu und lassen Sie sie mit Initialen abzeichnen.
- Schreiben Sie Gaswerte genau so auf, wie Ihre Verfahren sie vorgeben. Wenn Sie für Ihre Notizen einen Partialdruck oder eine äquivalente Tiefe prüfen, verlinken die Gasrechner auf ihre Formeln und Annahmen, sie sind aber nicht unabhängig validiert. Prüfen Sie jeden Wert anhand der Verfahren Ihres Unternehmens.
Unterschriften: holen Sie sie vor dem Crewwechsel ein
Nach Section 63(3) der kanadischen Vorschriften unterschreibt der Taucher jeden Eintrag sofort und bittet den Supervisor, ihn so bald wie möglich gegenzuzeichnen. Andere Systeme formulieren es anders, aber der praktische Punkt ist überall derselbe. Ein nicht unterschriebener Eintrag ist ein deutlich schwächerer Nachweis, und einer Unterschrift nach einer Rotation hinterherzulaufen ist mühsam.
- Legen Sie Ihr Logbuch am Ende jeder Schicht vor, spätestens bevor die Rotation des Supervisors endet.
- Prüfen Sie, dass die Unterschrift lesbar ist und der Name des Supervisors in Druckschrift daneben steht.
- Wird auf Ihrem Einsatz ein Firmenstempel verwendet, bitten Sie gleichzeitig darum.
- Bitten Sie nie jemanden, einen Tauchgang zu unterschreiben, den er nicht beaufsichtigt hat, und unterschreiben Sie selbst nie einen solchen.
Sicher aufbewahren
Ein Logbuch lebt an einem nassen, engen Ort und geht leicht verloren.
- Halten Sie es von den nassen Bereichen des Tauchcontainers fern. Verwenden Sie einen Zipbeutel oder eine wasserdichte Dokumententasche und bewahren Sie es in Ihrer eigenen Tasche auf, nicht in einem gemeinsamen Spind.
- Kopieren Sie jede unterschriebene Seite. Fotografieren oder scannen Sie am Ende jedes Einsatzes die Seiten, die auf diesem Einsatz unterschrieben wurden. Bewahren Sie die Kopien an zwei Orten auf, die nicht auf dem Schiff sind, zum Beispiel in einem Cloud-Ordner und auf einem Laptop zu Hause.
- Bewahren Sie es länger als vorgeschrieben auf. Das Minimum im Vereinigten Königreich und in Kanada sind zwei Jahre nach dem letzten Eintrag. Viele Taucher behalten jedes Logbuch ihr ganzes Berufsleben lang, weil ältere Einträge die Erfahrung für Höherqualifizierungen und Kompetenzbewertungen belegen.
- Wenn Sie ein Logbuch verlieren, informieren Sie sofort Ihren Arbeitgeber und Ihre Registrierungsstelle und fragen Sie, wie die Aufzeichnungen wiederhergestellt werden sollen. Ihre Kopien der unterschriebenen Seiten helfen dabei. Erstellen Sie Einträge oder Unterschriften nie aus dem Gedächtnis neu.
Papier oder digital?
Viele Systeme schreiben weiterhin Papier vor. Das IMCA-Logbuch ist ein gedrucktes Buch, und Kanada verlangt ein dauerhaft gebundenes Logbuch mit nummerierten Seiten. Ein digitales Logbuch ersetzt das von Ihrem System vorgeschriebene Logbuch nur, wenn Ihr Arbeitgeber und Ihre Registrierungsstelle schriftlich bestätigen, dass es das tut.
Neben dem Papierbuch ist eine digitale Aufzeichnung trotzdem nützlich:
| Papierlogbuch | Digitale Aufzeichnung daneben | |
|---|---|---|
| Von Ihrem System anerkannt | Meist, wenn es das vorgeschriebene Buch ist | Nur, wenn Ihr System das vorsieht |
| Übersteht eine verlorene Tasche | Nein, außer Sie haben Kopien gemacht | Ja, wenn sie außerhalb des Geräts gesichert ist |
| Summen und Suche | Von Hand gezählt | Aus Ihren Einträgen berechnet |
| Nachweis, dass eine Unterschrift zum Eintrag passt | Initialen bei Änderungen | Hängt vom Werkzeug ab |
DIVEOPS PRO ist dafür gebaut, neben dem Papierbuch zu stehen, nicht es zu ersetzen. Sie erfassen jeden Tauchgang auf Ihrem Telefon, ganz ohne Netz, und er wird mit Ihrem Konto synchronisiert, sobald Sie wieder Empfang haben. Ihr Supervisor zeichnet über sein eigenes Konto ab oder, wenn es kein Netz gibt, per QR-Code an Deck. Die Signatur deckt genau den Tauchgangsinhalt ab, den er geprüft hat. Wird der Tauchgang später bearbeitet, gilt die Signatur nicht mehr als verifiziert. Sie können Ihr Logbuch jederzeit als UDDF oder als vollständiges JSON-Backup exportieren und jeden Tauchgang als PDF speichern.
Arbeitgeberwechsel
Ihr Logbuch gehört Ihnen. Die britische Vorschrift besagt, dass der Taucher die täglichen Aufzeichnungen in seinem eigenen Besitz hält, und auch die kanadischen Vorschriften sehen das Logbuch beim Taucher. Lassen Sie es nie beim Unternehmen.
Bevor Sie einen Job verlassen:
- Lassen Sie jeden offenen Eintrag von dem Supervisor unterschreiben, der den Tauchgang geleitet hat.
- Kopieren Sie die unterschriebenen Seiten und aktualisieren Sie Ihre laufenden Summen an Tauchgängen und Stunden nach Tauchart.
- Bewahren Sie Ihre Zertifikate und tauchärztlichen Unterlagen zusammen mit dem Logbuch auf. Section 63(6) der kanadischen Vorschriften verlangt, dass das Logbuch sie enthält.
- Fragen Sie Ihren neuen Arbeitgeber vor Ihrer ersten Mobilisierung, was er sehen möchte und in welchem Format.
Wenn Sie zusätzlich eine digitale Aufzeichnung führen, kann DIVEOPS PRO einen Logbuch-Lebenslauf und einen zeitlich begrenzten Verifizierungscode für einen Personalvermittler erstellen. Der Personalvermittler sieht Ihre vom Supervisor abgezeichneten Tauchgänge mit Namen und Rollen der Unterzeichnenden. Das zeigt, was aufgezeichnet wurde und wer es unterschrieben hat. Es zertifiziert Sie nicht und ersetzt nicht das Logbuch, das Ihr System vorschreibt.
Eine abgezeichnete, gesicherte Aufzeichnung neben Ihrem Logbuch
Führen Sie das Logbuch, das Ihr System verlangt, und dazu eine digitale Kopie, die eine verlorene Tasche übersteht und zeigt, wer jeden Tauchgang abgezeichnet hat. Sehen Sie, wie es für Berufstaucher funktioniert, lesen Sie, wie Supervisoren den täglichen Papierkram erledigen, und vergleichen Sie Tarife und Preise. Das persönliche Logbuch ist kostenlos.
Häufig gestellte Fragen
Was sollte ein Logbucheintrag im Berufstauchen enthalten?
Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Land und Zertifizierungssystem. Ein typischer Eintrag umfasst Datum, Tauchunternehmen und Auftraggeber, Schiff oder Einsatzort, Tauchgangsnummer, den Namen des Supervisors, maximale Tiefe, Grundzeit und Gesamttauchzeit, die verwendeten Verfahren, die Ausrüstung, die ausgeführte Arbeit sowie jede Verletzung, jedes Unwohlsein oder jede Erkrankung. Section 63(2) der kanadischen Oil and Gas Diving Regulations ist ein veröffentlichtes Beispiel.
Wer unterschreibt das Logbuch eines Berufstauchers?
Nach den kanadischen Oil and Gas Diving Regulations unterschreibt der Taucher jeden Eintrag sofort und bittet den Supervisor, ihn so bald wie möglich gegenzuzeichnen. Andere Systeme haben eigene Regeln. Fragen Sie daher Ihren Arbeitgeber oder Ihre Registrierungsstelle, was erwartet wird.
Wie lange muss ich mein Tauchlogbuch aufbewahren?
Im Vereinigten Königreich verlangen die Diving at Work Regulations 1997 (Regulation 12(3)), dass ein Taucher seine täglichen Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre nach dem letzten Eintrag aufbewahrt. Auch in Kanada gilt mindestens zwei Jahre. Viele Taucher behalten jedes Logbuch ihr ganzes Berufsleben lang, weil die Einträge ihre Erfahrung belegen.
Kann ein digitales Logbuch mein Papierlogbuch als Berufstaucher ersetzen?
Nur wenn Ihr Arbeitgeber und Ihre Registrierungsstelle das schriftlich bestätigen. Viele Systeme schreiben ein gedrucktes, gebundenes Logbuch vor. Neben dem Papierbuch ist eine digitale Aufzeichnung gut geeignet, als Backup und um Ihre abgezeichneten Tauchgänge vorzuzeigen.
Wer behält mein Logbuch, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?
Sie. Die britischen und die kanadischen Vorschriften sehen die Aufzeichnungen beim Taucher, nicht beim Unternehmen. Lassen Sie vor dem Ende eines Jobs jeden Eintrag unterschreiben und behalten Sie Kopien Ihrer unterschriebenen Seiten.
Quellen
- IMCA — Professional diver's logbook (IMCA shop)
- IMCA C003 — Guidance on competence assurance and assessment: Diving division
- The Diving at Work Regulations 1997, regulation 12 (legislation.gov.uk)
- Canada Oil and Gas Diving Regulations (SOR/88-600), section 63 — Diver's logbooks
- UK HSE — Diving operations record (approved particulars)
- OSHA 29 CFR 1910.423 — Post-dive procedures (record of dive)